18. September 2017 Latido

Arzneimittelwechselwirkungen – ein neues Feature der Version 2.0 von Latido

Laut Schätzungen der WHO ist jede zehnte Spitalsaufnahme (Quelle: derstandard.at) auf unerwünschte Arzneimittelwechselwirkungen zurückzuführen. Als besondere Herausforderung wird hier die Verabreichung von mehr als fünf Wirkstoffen angesehen. Basierend auf den Daten des Diagnosia Checks hat Latido ein Feature entwickelt, das  auf unerwünschte Nebenwirkungen hinweist und Ihnen damit die Behandlung von Patienten mit mehreren Wirkstoffen erleichtert. In diesem Blogartikel möchten wir Ihnen dieses Feature präsentieren.

Medikamenteninteraktionen mit dem Diagnosia Check

Als erste Ordinationssoftware hat Latido die Pharmainformationen von Diagnosia integriert. Die Auswahl von Diagnosia erfolgte in enger Abstimmung mit unserem Ärzte-Team. Ausschlaggebend für die Entscheidung war die umfangreiche, sehr gut strukturierte und evidenzbasierte Datengrundlage von Diagnosia.

Diagnosia ist ein österreichisches Unternehmen, das mit dem Karolinska-Institut in Schweden zusammenarbeitet. Diagnosia erhält im Rahmen dieser Zusammenarbeit stets aktuelle, evidenzbasierte Daten zu Arzneimittelwechselwirkungen. Damit können alle möglichen Arzneimittelkombinationen auf Ihre Wechselwirkung überprüft werden.

Das neue Feature von Latido erleichtert Ihnen diesen Schritt. Dank der Anbindung von Latido an die Schnittstelle von Diagnosia überprüft Latido bei der Verschreibung eines neuen Medikaments, ob Arzneimittelwechselwirkungen mit einem Dauermedikament aus der Kartei und/oder einem Medikament, das Sie in den letzten 60 Tagen verschrieben haben, vorliegen.

Wie funktioniert der Arzneimittelwechselwirkungs-Check genau?

Wenn Sie ein Medikament verschreiben wollen, wird direkt in der Verschreibungsansicht angezeigt, ob Arzneimittelwechselwirkungen von dem aktuell verschriebenen Medikament vorhanden sind. Jede Arzneimittelwechselwirkung wird nach Schweregrad und Evidenzgrad „codiert“.

Integrierter Diagnosia Check

Per „Mouseover“ können Schwere und Evidenzgrad der Arzneimittelwechselwirkung jederzeit während des Verschreibens eines Medikaments aufgerufen werden.

Schwere der Medikamentenwechselwirkung

Der Buchstabe an erster Stelle zeigt Ihnen die Schwere der Arzneimittelwechselwirkung in vier Stufen an:

  • A: Geringfügige Wechselwirkung ohne klinische Relevanz
  • B: Klinische Folgen der Wechselwirkung sind ungewiss und/oder können variieren
  • C: Klinisch relevante Wechselwirkung, die z.B. mit einer Anpassung der Dosierung reguliert werden kann
  • D: Klinisch relevante Wechselwirkung, die möglichst vermieden werden sollte

Evidenzgrad der Medikamentenwechselwirkung

Die Zahl an der zweiten Stelle gibt den Evidenzgrad an:

  • 0: Daten stammen aus Extrapolation basierend auf Studien mit ähnlichen Arzneimitteln
  • 1: Daten stammen aus unvollständigen Fallberichten und/oder vitro Studien
  • 2: Daten stammen aus gut dokumentierten Fallberichten
  • 3: Daten stammen aus Studien bei gesunden Freiwilligen und/oder Pilotstudien bei Patienten
  • 4: Daten stammen aus kontrollierten Studien bei einer relevanten Patientenpopulation

Informationen zu den Medikamenteninteraktionen auf einem Blick

Mit einem Klick auf die Arzneimittelwechselwirkung können Sie sich Hintergrundinformationen zu den Wechselwirkungen einholen, wie Konsequenzen, vorgeschlagene Maßnahmen, den Mechanismus der Wechselwirkung und eine kurze Zusammenfassung der aktuell verfügbaren Literatur.

Anhand dieser Informationen können Sie entscheiden, ob Sie das Medikament verschreiben wollen oder sich für ein anderes Präparat entscheiden, das weniger Arzneimittelwechselwirkungen aufweist.

Mit nur einem Mausklick können Sie die Hintergrundinformationen zu der Arzneimittelwechselwirkung aufrufen.

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